Entwicklung im Shanghai-Lexikon

Seit ihrer Gründung hat sich die Stadt mehr und mehr weiterentwickelt und wurde in den laufen Jahren zu einem bedeutenden Zentrum in China. Im Großen und Ganzen kann man davon ausgehen, dass sich die Stadt erst im 20. Jahrhundert zu der Weltstadt entwickelt hat, die sie heute nun einmal auch ist. Zum Ende des 20. Jahrhunderts hin entwickelte sich die Stadt mehr und mehr zu eben dieser Weltstadt und nahm vor allem in der Wirtschaft eine bedeutende Rolle ein. Die Millionengrenze bei den Einwohnern erreichte Shanghai Anfang des 20. Jahrhunderts und seitdem genießt die Stadt ein stetiges Bevölkerungswachstum. Seit dem Jahr 1918 fungierte die Stadt als Wirkungsort des Revolutionsführers und Staatsmannes Dr. Sun Yat-sen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Stadt Shanghai zu einem Synonym für Reichtum, Abenteurertum und Sünde. Auf der ganzen Welt gab es zu dieser Zeit kaum eine Stadt, die sich so offen präsentierte wie Shanghai. Weltweit erlangte sie dementsprechend auch eine gewisse Popularität. Jedoch gab es nicht nur Positives, welches sich von der Stadt ausgehend im ganzen Land verbreitete. So liegen in Shanghai auch die Wurzeln des chinesischen Kommunismus. Bereits 1915 entstand in der Stadt die Zeitschrift ‚Neue Jugend’, welche bereits innerhalb kürzester Zeit einen sehr großen Einfluss auf die verschiedenen Landesteile ausübte. Von diesem Moment an entwickelten auch die Chinesen ein zunehmendes Interesse für die Politik. Langsam aber sicher erlangten sie auf diesem Weg ihr Nationalbewusstsein zurück. Mit diesem Nationalbewusstsein änderte sich auch in China und bei den Menschen einiges. Im Großen und Ganzen begann mit diesem eine neue Zeit.

Die Entwicklung Shanghais ab 1900

In erster Linie profitierte Shanghai natürlich durch die Nähe zu der Handelsroute der großen Seide und Tee produzierenden Regionen. Ab 1900 entwickelte sich der Hafen so zu einem wichtigen Drehkreuz in dem asiatischen Raum. Im Großen und Ganzen wurden diese Segmente in erster Linie durch das Syndikat kontrolliert. Hierbei handelt es sich um zur damaligen Zeit arbeitslose Seeleute. Innerhalb weniger Jahre schafften diese es, die weitverzweigte Unterwelt unter ihre Herrschaft zu bringen. Zu der damaligen Zeit war es üblich, dass an Kaufleuten und Kriminellen grausame Exempel vollzogen wurden, die als Strafe dienen sollten, wenn der entsprechende Verhaltenskodex missachtet wurde. Unter anderem trennte man ihnen mit einem Messer sämtliche hervorstehende Sehnen durch und ließ sie dann am Straßenrand vor den Augen der Schaulustigen verenden. Insbesondere in der Zeit des Taipings – Aufstandes entdeckten vor allem billige Arbeitskräfte und Bauern die Stadt für sich. In dieser Zeit bildete sich das erste Proletariat Chinas heraus. Während dieser Zeit waren in Shanghai furchtbare Lebensbedingungen zu finden, die in erster Linie natürlich auf die Arbeitslosigkeit und die Ausbeutung der Arbeitskräfte zurück zu führen sind. Vor allem die ausländischen Investoren entdeckten in dieser Zeit Shanghai und das Potenzial der Stadt für sich. Infolge dessen wuchs sowohl die Einwohnerzahl als auch die Bedeutung der Stadt Shanghai beträchtlich und es begann die Zeit des Wachstums und des Aufschwungs. Als es dann schließlich zu dem Boxeraufstand kam, um den letzten Kaiser zu stürzen, flüchtete eine Vielzahl der Menschen die internationalen Konzessionen. Nichts desto trotz konnte sich Shanghai als Wirtschaftsstandort in den folgenden Jahrhunderte durchsetzen.



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